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Donnerstag, 07 Juli 2016 10:10

Es geht nur noch um die Kohle!

geschrieben von Zak McCoy

Mimimi! 

Jedes Jahr das selbe Gejammer, früher war alles besser, es geht nicht mehr um die Musik, es geht nur noch um die Kohle, etc.

Diese leidigen Diskussionen poppen dank Facebook ja nun regelmäßig auf und jeder hat sie bestimmt schon einmal irgendwo gesehen.
Meist von Musikmachern die selbst unzufrieden mit ihrem künstlerischen Output sind, kaum wer bucht und sich sonst irgendwie benachteiligt fühlen. Aber auch von Partygästen, die ihrer eigenen Unzufriedenheit durch die Party nicht entfliehen konnten.

Immerhin sammeln solche Postings tolle Likes und verständnisvolle Kommentare, polarisieren ein wenig und der betroffene Hund fühlt sich bestätigt, was aber bringt das Gejammer? Ändern tut es eh nichts, deswegen bucht den Jammerlappen auch keiner! Ich meine wer will das schon? Als Veranstalter habe ich da keinen Bock drauf, es geht ja schließlich bei den Gästen um Spaß und eine Internetheulsuse vermittelt da eher das Gegenteil und das wiederum bringt keine Kohle!

Statt immer nur zu jammern, sollte entweder den richtigen Leuten in den Allerwertesten gekrochen werden, sowie all die anderen es machen auf denen neidisch einer abgejammert wird oder einfach mal die Energie, die für die Mitleidsbekundungen aufgebraucht wird, in etwas Sinnvolles umsetzen... sprich einfach mal machen! Allerdings kommt irgendwann die Erkenntnis, dass es irgendwie diesen einen Punkt gibt bei dem es ausschließlich um die Kohle geht und nicht um Musik.

Die 90er in denen man illegale Raves überall hochziehen konnte, die im übrigen Geld voraussetzten (Anlage, Generator, Spritkosten etc.), sind vorbei und wer es im 21. Jahrhundert nicht verstanden hat, dreht sich die gesellschaftliche Prämisse nun mal ums Geld, leider auch beim Party machen, vor allem ist Musik eine riesige Geldmaschine "EDM". Für Nettigkeiten und Kuschelkurs ist Techno / Party nicht geeignet, dazu hat man dann seine/n Partner/in oder die Mutti.

Später irgendwann stellt der Jammernde fest, dass sich nichts geändert hat oder gar alles nur schlimmer geworden ist. Dabei ändert sich ständig etwas, einzig und allein verspürt der eigene Mikrokosmos Stagnation oder Verschlechterung der eigenen Sicht.

Denn zu guter Letzt dreht sich am Ende doch alles nur ums eigene Ego, dabei spielt es keine Rolle ob man sich selbst finanziell bereichern, sich im Ruhm sonnen möchte oder einfach nur Spaß an dem zu haben was man macht, andere sind da nur Mittel zum Zweck! Der Veranstalter der die DJ Gage zahlt, egal ob die Veranstaltung gut oder schlecht gelaufen ist, der DJ der die Massen anlockt und dem hoffnungsvollen Veranstalter die Taschen voll macht oder dem Gast, der aus seinem Mikrokosmos für einen Moment entfliegen möchte und dem es Scheiß egal ist ob der DJ oder Veranstalter am Ende das Nachsehen hat. Selbst den DJ der für lau spielt, geht es dabei um das eigene Ego, die Flucht vom Alltag und die Möglichkeit die Leiter nach oben erklimmen zu können um dann entweder Geld und oder Ruhm zu ernten.

Daher müsste es eigentlich heißen, es geht um das eigene Ego und nicht um Musik!

Wer sich da etwas anderes vormacht kann und wird jedenfalls für sich selbst nichts ändern.