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Mittwoch, 16 September 2015 12:36

Künstlervorstellung: Dj Ocram aka Marco Cantalamessa

geschrieben von

Wir, von Frequently Music*, haben Dj Ocram aka Marco Cantalamessa mal genauer unter die Lupe genommen

Name des Künstlers: Dj Ocram (Hardtechno) / Marco Cantalamessa (Darktechno)
Bürgerlicher Name: Marco Enrico Cantalamessa
Alter: 31
Wohnort: Berlin
Stilrichtung: Hardtechno / Darktechno / Techno

Vinyl oder nicht?
Anfang der 90er Jahren habe ich in sehr jungen Jahren damit angefangen Vinyls zu sammeln, sie von 2003 bis 2011 selbst veröffentlicht, und sie bis 2009 in den Clubs gespielt.
2009 bin ich dann auf Timecode-Vinyls umgestiegen, was zwar funktioniert hat aber bei weitem nicht das selbe feeling wie bei echtem Vinyl.
2013 habe ich dann aus der Not heraus, da man in den Clubs immer seltener Turntables finden konnte, den Schritt zum digitalen auflegen gemacht, welcher mir zu beginn sehr schwer fiehl.

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Mit der Zeit sind mir dann aber die kreativen Möglichkeiten, die das digitale Auflegen bieten bewusst geworden und inzwischen bin ich längst ganz Feuer und Flamme.
Schon wenn man in den Club kommt fühlt man sich fast wie auf der Musikmesse, jeder Artist bringt anderes Equipment mit, welche individuell auf die eigenen Bedürfnise programmiert und gespickt mit eigenen Ideen sind, was immer wieder höchst spannend zu beobachten ist. Ausserdem muss ich mit der digitalen Technik heute im Gegensatz zu damals wesentlich mehr arbeiten beim Auflegen und bin durchgehend gefordert … wenn ich da an damals denke, wo man vielleicht 10 Sekunden benötigt hat eine Platte einzupitchen, um dann minutenlang auf den richtigen Zeitpunkt zu warten den Übergang zu starten, und anschließend dann wieder das selbe Spiel … Ich liebe die alten Sets, da sie aus einer besonderen Zeit sind, aber denke mir immer wieder, was hat der DJ solange in diesem Zeitraum von 3-4 Minuten gemacht?

Heute gibt es bei meinen Sets kaum eine Verschnaufpause in denen nichts passiert und immer wieder kommen neue Ideen und technische Möglichkeiten um seine Mixe zu bereichern hinzu, heutzutage gibt es keine Grenzen mehr. Wer sich allerdings nur der digitalen Mittel bemächtigt um Track A in B zu mixen, hat eindeutig nicht den Sinn dahinter verstanden. Wenn der Syncbutton einem Zeit erspart, dann nur um die Zeit zu nutzen anderweitig kreativ zu sein.

 

Produzierst du lieber, oder mixt du lieber?
Es gibt kein schöneres Gefühl, als auf der Bühne zu stehen und gemeinsam mit den Leuten zu feiern.
Befinde ich mich in meinem Studio ist es was Anderes … dann fehlen mir beim Auflegen die vielen besonderen Emotionen, die so ein Abend mitbringt um mich lenken.
Techno ist reine Emotion, die mir beim Studio-mixen vor einer Wand ein wenig fehlt. Klar gibt es auch DJs, die sich nicht von Emotionen leiten lassen und ihre fertig vorbereiteten Sets spielen … für mich wirken diese DJs ähnlich wie Roboter auf der Bühne, aber dann kann ich auch zuhause bleiben und mir eine MixCD anhören oder ein Videospiel spielen. Nur wenn ein DJ sich bei seiner Performance von Emotionen und den Leuten leiten lässt, spürt man die Freude bei dem was er tut, das gibt den Leuten ein gutes Gefühl und das schafft eine Verbindung.

Im Studio nutze ich deswegen lieber die Ruhe beim Produzieren, um kreativ zu sein, auszuprobieren und neue Dinge zu erschaffen … allerdings mit der Vorfreude sie irgendwann einmal in Emotionen zu wandeln.

Label:
2003 habe ich mein Hauptlabel "Combat Skill" gegründet, des weiteren "SW7", Hard-Techno-Bastards", "Hardtechno Invasion", demnächst das neue Baby "Combat Skill Berlin", und ein paar einzelne die nicht unbedingt genannt werden müssen.

Homepage/FB-Seite: Ocram @ Facebook / Ocram @ Soundcloud / Ocram @ Youtube / Ocram @ Instagram/ / Ocream @ Twitter

Erster Gig:
Den allerersten öffentlichen Auftritt hatte ich in der MusicHall Frankfurt, später dann auch auf der Nature One, aber mein allererster offizieller Gig als Hardtechno DJ unter dem Pseudonym "Dj Ocram" war Anfang 2003 auf der "Techno Unity" in Lublin (Polen).
Als "Marco Cantalamessa" ist dies noch gar nicht so lange her 2014 im R19 in Berlin.

Bester kommender Gig:
Nachdem ich einen sehr harten Umbruch in eine neue Lebensphase hatte,
es auch noch vieles zu ordnen gilt, befinde ich mich momentan in einer kleinen Kreativpause, um anschließend wieder mit neuer Stärke meiner Leidenschaft nachgehen zu können. Deswegen stehen in den nächsten Monaten nur ein paar vereinzelnde Gigs an und welcher der Beste sein wird, wird man erst hinterher wissen können.

Lieblingslied außerhalb Elektronischer Musik:
Ganz miese Frage, da es einfach viel zu viele sind, spontan sag ich einfach mal "Led Zeppelin – Stairway To Heaven" weil es ein ganz ganz toller Song ist, den man getrost mit "Sex" vergleichen kann. Fängt zwar zärtlich an, der sich aber durch ein pausenloses Cresendo bis zu seinem Höhepunkt steigert.

Lieblings-Location in der Freizeit:
Bis vor kurzem noch der Spirograph (ehemaliges M.I.K.Z.)

Schlimmstes Bookingerlebnis:
Schlimm sind immer die, wo die Veranwortlichen über keine Berufsethik mehr verfügen und einen versuchen über den Tisch zu ziehen.
Aber Anfang 2005 hatte ich ein Booking in Slowenien welches ich damals als besonders schlimm empfunden hatte, aber heute getrost darüber lachen kann … bei den Veranstaltern ging alles schief, was man sich nur vorstellen kann. Es begann damit, dass sie mir den Vertrag ohne Unterschrift zurückgesendet haben, angeblich weil sie betrunken waren als sie ihn Postfertig gemacht haben

Später vergaßen sie uns am Flughafen abzuholen und als wir anschließend planlos rumgefahren sind, um irgendwelches Equipment abzuholen, sind wir zu allererst mit Vollgas über einen Bremshügel gerast, der uns Meter weit springen lassen hat, so dass unsere Köpfe an die Decke schlugen, und ich dabei mein Bier verschüttet habe. Schlimmer war aber, dass uns dadurch irgendwann der Sprit ausging und wir liegen blieben. Als uns ein Bekannter der Veranstalter Sprit brachte und wir starten wollten, war plötzlich die Autobatterie leer und als man uns bat, beim anschieben zu helfen, lag das Auto plötzlich im Graben …
Als uns ein anderes Auto abholte, mussten wir noch einen anderen DJ abholen, den wir selbstverständlich am falschen Bahnhof suchten.
Würde ich jede Besonderheit, die uns vor und während dieser Party widerfuhr komplett auflisten, würde es den Rahmen sprengen, das Wochenende endete aber damit, dass sich anschließend die Veranstalter, somit auch uns bei heftigem Schneefall aus der Location gesperrt haben, was ein Problem war, da sich der Autoschlüssel selbstverständlich drinnen befunden hat.

Als wir endlich den Schlüssel hatten, wurde jede Hoffnung auf unser warmes Hotelbett begraben, als man bemerkte, dass man irgendwo in Ljubljana wohl den Tankdeckel verloren haben muss und man diesen vorher unbedingt noch finden müsse. Das kuriose, er lag tatsächlich auf einem Parkplatz vor einem Supermarkt.
Als man uns später am Hotel abholte, um uns nach Klagenfurt (Österreich) zum Flughafen zu fahren, bemerkten sie, dass da noch jemand im Auto pennt den man eigentlich in Ljubljana rauslassen wollte und da er keinen Ausweis dabei hatte, musste man ihn ohne Jacke vor der Grenze zurückgelassen.
Die Fahrt durch die Österreichische Berglandschaft war der Nervenkitzel pur, da die Bremsen kaum mehr funktioniert haben und man bei jedem Abhang immer erst auf den letzten Drücker verlangsamte, aber störender empfand ich das Bremslicht, das über den Rücksitzen im Auto nur lose runter hing und bei jeder Kurve gegen unsere Köpfe donnerte. Vieles, das man damals als DJ erlebt hat, kann man sich heute eigentlich nicht mehr vorstellen.

Schönstes Bookingerlebnis:
DAS schönste Bookingerlebnis gibt es für mich nicht, da es viele schöne Erlebnisse gab, die ich erleben durfte. Aber etwas, wie bsp. die allererste Südamerika Tour durch Kolumbien auf die ich gebucht wurde, sticht natürlich sehr heraus.

Wie bist du zur elektronischen Musik gekommen?
1991 hat unser damaliger Untermieter mir 2 Vinyls überlassen, die eine war der Rap-Soundtrack zum Turtles Film (Turtles in Crime) die Andere war eine Technoscheibe, "New Scene – Out Of Control Vol.2" mit dem phantastischen Track "The War Of Vietnam" der mich voll angefixt hat.
Nachdem ich es cool fand, was unser Untermieter und Nachbar (Beide DJs) machen, habe ich begonnen, mir selbst Vinyls zu kaufen. Die nächste war dann die DoppelLP "Techno Trax Vol.1" von 1991, u.a. mit dem Original "The Age Of Love", "Die Kybernauten" usw.

Wie bist du zum selber Auflegen gekommen?
Wie bereits erwähnt, zu allererst durch unseren Untermieter und unseren Nachbarn, das war zu der Zeit wo Techno sehr gehyped und DJs sehr viel in den Medien wie TV und Radio präsent waren. Da wollte man das natürlich auch machen.

Erstes Auflegen am:
Mein erstes Equipment war sehr improvisiert, den Lausprecher einer Kompaktanlage mit eingebautem Plattenspieler neben den Lautsprecher eines reinen Plattenspielers gestellt und dazwischen ein Diktiergerät um das ganze aufzunehmen … etwas ähnliches wie einen Mix von 1993 habe ich sogar noch. 1996 habe ich dann mein erstes Mischpult (Gemini) zu Weihnachten bekommen und mir mit der Zeit das Geld für ein paar wenigstens halbwegs anständige Turntables gespart

Wo:
Angefangen habe ich sprichwörtlich im Kinderzimmer.

Einem Newcomer kann ich folgenden Ratschlag geben:
Versuche nicht einfach das selbe wie alle Anderen zu machen, so wirst Du nur austauschbar. Anstelle eine Kopie eines anderen zu werden, probiere, experimentiere und geh damit ans Limit um deinen eigenen Style zu finden. Nur wenn du, du selber bist, wirst du die Freude an deiner Musik haben, die du benötigst, um etwas zu erschaffen.
Damit wird auch der Erfolg kommen und selbst wenn nicht, wird sie dich trotzdem glücklich machen. Nichts desto trotz sollte man dennoch kritikfähig und offen sein, ein guter Musiker ist wie eine Krähe, er schaut auch was andere Musiker machen und pickt sich hier und da was raus, dass für sich selbst funktioniert.

Darüber könnt ich mich täglich aufregen:
Anspruchslosigkeit! Aber weniger bei den Musikern, sondern vielmehr bei den Hörern, denen es immer mehr egal wird, was der DJ-oder Produzent da eigentlich macht.
Vielen Clubgängern wäre es auch egal, wenn der DJ einfach nur bei WinAmp auf Play drückt, weil sie einfach keinen Wert mehr auf Qualität legen.
Dies ist auch nicht gerade förderlich dafür, sich als Anfänger noch Können aneignen zu wollen. Respektlosigkeit gegenüber jedem. Und viel zu oft über mich selbst.

Bespielte Locations/Events:
Auszug: Warehouse, Bogota (Columbia), Mistyk, Armenia (Columbia), U60311 (Mainfloor), Frankfurt (Ger), La Cova, Barcelona (Spain), Club Habitat, Barcelona (Spain), La Zona, Bueu (Spain), Club Del Ritme, Badalona (Spain), Snttrope, Igualada (Spain), Teknofilia Festival 2010, Merida (Spain), Hard Club, Porto (Portugal), Swing Club (Porto), Sala 114, Porto (Portugal), The Most, Kiev (Ukraine), Factory, Kiev (Ukraine), National Theatre (Club No), Sofia (Bulgaria), 4km Partycenter, Sofia (Bulgaria), Club Altina, Sofia (Bulgaria), Kashmir, Budapest (Hungary), K2, Budapest (Hungary), M25, Warsaw (Poland), Klub GramOff/On, Warsaw (Poland) uvm.... (diese Liste könnte ewig lang werden)

Lieblings b2b-Partner: Meine Lieblings B2B-Partner sind meisten die auf der After Hour *grins*

Diskografie:
(Auszug)
2004: Dj Ocram – Welcome To Your Doom EP
2006: Dj Ocram - Dont Fall Asleep EP
2007 Dj Rush vs. Dj Ocram – The Golden X EP
2009 Dj Ocram – Exploding Plastix EP
2010 Dj Ocram – Time 2 Die EP
2010 SveTec vs. Dj Ocram – Paper And Pen
2011 Dj Ocram & Friends Vol.1 (Tracks die ich mit Frank Kvitta, Boris S., ViperXXL, Scott Kemix, Leo Laker gemacht habe) einige veröffentlichte Mix CDs wie die "Schranz Total Vol.19" oder die "Hardtechno Invasion Vol.1" und diverse Remixe, Tracks auf Various Artists EPs oder CD-Compilations wie bsp. die Syndicate Compilation

*Dies ist ein Kooperationsprojekt von Frequently Music

 

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