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Montag, 20 Juli 2015 11:41

Hardtechno in Berlin und Brandenburg, der Negativtrend...

geschrieben von Zak McCoy

Geht das nur mir so oder merkt ihr das auch? Es mag am momentan Sommer liegen, jedoch empfinde ich, seit dem 4. Quartal 2014, einen Negativtrend, vor allem in Berlin. Damit meine ich natürlich sowohl das Interesse als auch das Angebot an Hardtechno Partys. Für Brandenburg kann ich nicht viel sagen, aber ich sehe dort ebenfalls einen Rückgang an Veranstaltungen.
Clubs bzw. Locations die uns Obhut gewährten sind zum Teil geschlossen worden, Veranstaltungen wurden, vermutlich aus finanziellen Gründen, eingestampft oder pausiert.

Letztes Jahr im Januar hatte das schon geahnt: hier nachlesen.

Was ist passiert?
Ich kann mir das folgendermaßen erklären. Es gab Veranstaltungen die nicht wirklich toll gewesen sind, sei es wegen fehlender Dj/Act Kompetenz oder Veranstalter die sich als Verunstalter entpuppten. Speziell möchte ich da jetzt keine nennen, jeder der eine solche Party mitgenommen hatte kann sich da seinen Teil selbst denken, gab ja so einige seit 4. Quartal 2014. Da bekommt man eigentlich keine richtig große Lust auf die nächste Party.

Schon gesehen?

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Ebenso war jetzt alles an Künstlern hier was Rang und Namen hat, spätestens nach dem berühmten Hardcore Maskenmann kann eigentlich nichts mehr getoppt werden. Ergo ist es schwieriger geworden euch als Gäste von einer Party davon zu überzeugen, dass ihr unbedingt dabei sein müsst.

Kann sich jemand an die letzte wirklich gelungene und gut besuchte Party erinnern? Mir fällt da gerade keine ein.
Keine Party weckte das Potential "merk ich mir fürs Leben". Wobei sicher jeder Gast, für sich, den ein oder anderen Glücksmoment einfangen konnte. Halb voll muss ja nicht gleich halb leer heißen und deswegen schlecht sein. Aber es schadet letztlich dennoch alle, den Clubs, den Veranstaltern finanziell und gewissermaßen auch ruf technisch ("da ist eh nichts los") und dem Gast einfach weil er irgendwann nur noch lau warm, wenn überhaupt, aufgetischt bekommt.

Warum ist das alles so?
Nun, ich denke zum einen ist der Konsument einfach übersättigt, wie schon geschrieben, es schockt nichts mehr, es war alles da wofür es sich lohnt in den Club zu gehen. Neues ist schwierig zu realisieren, für den Veranstalter ist das Risiko zu hoch zu experimentieren, da wären wir schon am Punkt. Wir drehen uns im Kreis, es gibt immer noch dieselbe Butterstulle mit Käse belegt und darauf hat der Konsument nur noch selten Lust oder sagt sich eben "ach, nächstes Mal dann".
Hier erkennt ihr hoffentlich bereits das Dilemma der Geschichte, kommt ihr mal nicht zu einer Party wo nicht immer dieselben Acts aufgeführt sind läuft das nicht und wenn dieselben Acts eingeladen werden läuft das eben auch nicht mehr. Das ganze wird dann noch von schwarz schaafigen Verunstaltern getoppt, die einem dann noch den letzten Spaß rauben und ein falsches Licht auf die Szene werfen.

Wenn wir mal ehrlich sind, würde wahrscheinlich eine Party mit 40 DJs/Acts noch den ein oder anderen hinterm Ofen hervor locken, aber von denen bekommt ihr doch 30 eh nicht mit und die Veranstaltung würde sich finanziell auch gar nicht tragen können, es sei denn die Hälfte der Acts spielt für ein Taxigeld, das sind dann aber auch meist nur die, die dann eh nicht namentlich interessant genug sind und somit im Umkehrschluss doch nicht so viele anlocken, ist alles nicht wirklich im Sinne des Erfinders oder?

Was kann man da gegen tun?
Wir müssen wieder alle lernen kleine Brötchen zu backen. Keine Monster Lineups mit eingeflogenen DJs, keine 3-4 Floor Club Action mit 30-40 Acts, keine 15 Euro Abendkasse Veranstaltungen mehr, "back to the roots" heißt es so schön.
Da sollten wir wieder alle hin, ganz wichtig und wahrscheinlich das wichtigste überhaupt, eure Unterstützung für die lokalen Veranstalter und Djs/Acts.

Es bringt einfach nichts, wenn sich ein Veranstalter aus Buxtehude in Berlin einquartiert, sich ins gemachte Nest setzt und meint hier wäre der dicke Fisch zu angeln, man müsse mal ordentlich auf die Kacke hauen, mit einem mega Lineup und den Kampfansagen alá "wir übernehmen Berlin" oder so etwas, das macht dann die ganze Arbeit für unsere ortsansässigen Veranstalter kaputt.

Traut euch auf Veranstaltungen, wo Künstler Namen drauf stehen die Ihr vielleicht noch nicht kennt. Ihr supportet dadurch sowohl unsere Szene als auch den Veranstalter enorm. Legt die "Eventgeilheit" ab, wir sind schließlich Techno und nicht David G.

Die Musik sollte wieder mehr im Vordergrund stehen

Die Musik sollte wieder mehr im Vordergrund stehen, nicht Namen und Acts die sich mehr durch ihre, ich nenne es mal, "Show" profilieren.

Supportet wo ihr könnt, bei Facebook eine Event teilen tut ja nicht weh. Ebenfalls könnt ihr eure Ideen mit einbringen, niemand wird euch beißen, Kommunikation ist dank Facebook heute kinderleicht und überhaupt möglich. Damals gab es solche Möglichkeiten nur auf Umwegen.

Manche von euch mögen jetzt vielleicht auch sagen: "Das geht mich alles nichts an, ich will nur feiern!"
Falsch gedacht! Es geht dich sehr wohl etwas an, denn spätestens wenn die lokalen Veranstalter pleite sind, keine Lust mehr haben oder vertrieben wurden, dann hast du bald hier nichts mehr zum feiern, außer den Mainstream!

Wenn wir alle ein wenig mehr zusammenhalten, dann kommen für uns alle wieder bessere Zeiten. Bis dahin sehen wir uns hoffentlich in dunklen, kleinen und vernebelten Clubs.

Zak

 

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